Manche Spiele muss man nicht nur auf der Switch spielen, sondern auch auf dem Mobiltelefon. Bei mir sind das zum Beispiel Carrion und Maneater. Beide hatte ich bereits auf der Konsole durchgespielt aber da sie jetzt auch auf dem Handy verfügbar sind, muss ich sie noch einmal spielen.
Carrion
Carrion ist ein Metroidvania für Erwachsene und kehrt die üblichen Rollen um: Statt das Böse zu bekämpfen, muss man als Ergebnis eines biologischen Experiments dem Labor entkommen. Blutige 2D-Pixel-Action inklusive. Die Steuerung auf dem Mobiltelefon ist OK. Das Game macht wirklich Spaß und ist auf jeden Fall empfehlenswert!
Maneater
Maneater ist noch viel blutiger. Als kleiner Haifisch muss man zur ultimativen Fressmaschine werden, um sich schlussendlich am Mörder seiner Mutter, natürlich ein Haifischjäger, zu rächen. Das Spiel besticht durch seinen schrägen Humor, viele Collectibles und eine wahnsinnige Brutalität. Die Evolutionen, um den Hai weiter zu entwickeln, sind interessant, aber biologisch zweifelhaft. Die Steuerung auf dem Telefon ist etwas kompliziert, aber noch brauchbar. Auch hier eine definitive Empfehlung!
Es ist immer wieder schön wenn kleinere und relativ unbekannte Spiele durch ein Remake wieder verfügbar werden oder vielleicht sogar in manchen Regionen erstmals erscheinen. So ist es auch bei Another Code: Recollection.
So wird aus den zwei separaten Geschichten um Ashley Mizuki Robins Erinnerungen an ihre ermordete Mutter eine runde und vollständige Erzählung.
Spiel
Erzählung ist hier das wichtige Stichwort. Es handelt sich bei Another Code weniger um ein klassisches Point-and-Click Adventure, sondern vielmehr um eine nicht ganz lineare Visual Novel mit Rätselelementen.
Die Karte wird automatisch ergänzt und mit Notizen versehen. Gut aussehen tut sie auch noch.
Die Rätsel selbst sind immer logisch aufgebaut und erfordern eine gute Beobachtungsaufgabe in der wunderschön gestalteten Welt. Die Hinweise sind nicht allzu schwer versteckt und falls der Groschen trotzdem nicht fallen sollte: Es gibt ein progressives Hilfesystem direkt im Spiel. Dieses kann den Spieler auch sehr gut zum nächsten Ziel navigieren, falls man vergessen hat wo es als nächstes weitergeht. Kann ja mal passieren.
Sämtliche Beziehungen der im Spiel auftretenden Charaktere werden im einem automatisch angelegten Beziehungsnetz festgehalten. Dort kann man auch interessante Details zu Personen finden, die man sonst vielleicht übersehen hätte. Die Infos werden bei neuen Erkenntnissen regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also öfter mal vorbei zu schauen.
Ein Teil eines Rätsels im Detail.
Das Spiel lebt hauptsächlich von seiner Atmosphäre, die selten bedrohlich ist sondern meist nachdenklich stimmt. Man möchte wissen, was genau in der Mordnacht passiert ist (1. Teil) und warum Sayoko damals kurz nach der Geburt ihrer Tochter den kleinen Ort am Lake Juliet aufsuchte (2. Teil des Spieles). Darüber hinaus ist die Hauptperson Ashley wunderbar geschrieben und ein gutes Beispiel für eine starke weibliche Hauptfigur.
Grafik und Sound
Grafik und Sound wurden für das Remake überarbeitet. Der Spieler steuert Ashley durch eine dreidimensionale Umgebung, die grafisch an ein Aquarell erinnert. Mir gefällt das sehr, vor allem durch die gedeckten Farben ohne direkt ins pastellige auszubleichen. Die musikalische Untermalung hält sich dezent im Hintergrund und setzt nur geringe Akzente. Das passt sehr gut zur zurückhaltenden Erzählweise des Spieles. Zusätzlich wurde das gesamte Game mit Voiceacting (nur in Englisch und Japanisch) ausgestattet.
Das Beziehungsgeflecht des ersten Teils.
Fazit
Mir hat Another Code: Recollection viel Spaß gemacht. Es ist eine schöne Coming-Of-Age Geschichte mit etwas Science, etwas Paranormal and schlicht und ergreifend realistisch beschriebenen Teenager-Eltern Konflikten und Missverständnissen. Über einen weiteren Teil würde ich mich auch sehr freuen!
Vor mehr als einem Jahr hatte ich No Man’s Sky das letzte mal gespielt. Kein Wunder, dass ich mich an exakt gar nichts mehr erinnern konnte als ich über die Ferien wieder Lust auf Entdeckungsreisen im All bekam. Also kurzerhand ein neues Save gestartet und, um den ganzen Grind rauszunehmen, die Schwierigkeit extrem nach unten angepasst: keine Kosten, keine aggressiven Aliens, möglichst wenig Piraten. Einfach relaxed entdecken, bauen und der Story folgen.
Auf zu neuen Galaxien!
Alles auf Anfang
So, also alles noch einmal von vorne begonnen. Ohne Grind. Was soll ich sagen: der Verzicht auf das ständige Resourcenmanagement lässt mich das Erkunden viel mehr genießen. Ok, Puristen werden mit meiner Entscheidung wohl nicht leben können, aber das müssen sie auch nicht. Mir macht es Spaß. Ich komme vorwärts in der Story, brauche mir um die Luftkämpfe mit den Piraten kaum Sorgen zu machen (fliegen und kämpfen im dreidimensionalen Raum habe ich schon zu Zeiten von *Descent* nicht hinbekommen). Ich kann Basen bauen wo und wann ich will und entdecke die coolsten und fremdartigsten Lebewesen mit Tentakeln.
Tentakelkrabbe
Anderer Planet, wieder Tentakelaliens. Bei meinem ersten Save hatte ich nicht so viel Glück, bei diesem Save läuft es auch hier besser.
Tentakelgottesanbeterin
So viel zu entdecken!
Natürlich ist auch der Rest der Planeten interessant. Es gibt grandiose Flora zu sehen:
Bäume?
Wenn man lange genug sucht, findet man auch coole gecrashte Flugobjekte, die man nach der Reparatur sein Eigen nennen darf. So bin ich zu Beipiel zu diesem Flitzer hier gekommen:
Weltraumflitzer
Hier noch an der Fundstelle vor der Reparatur:
Weltraumflitzer, gecrasht
Die *Master of Destruction* machte zumindest im ersten Kampf gegen Piraten (um den ersten Weltraumfrachter zu bekommen, also eine Story-Mission und kein selbstgewählter Raumkampf) eine gute Figur. Zumindest eine bessere als ihr Pilot.
Allerdings lassen sich nicht alle Gegner im Weltraum erledigen, wie ich feststellen musste als ich mich mit dieser Weltraumlarve anlegte:
Weltraumlarve
Was für ein häßliches und anscheinend unsterbliches Wesen!
Interessanterweise habe ich eine kleinere Version dieses Aliens auf einem Wasserplaneten unter Wasser finden können. Kein Foto davon, denn das Spiel stürzte direkt ab, als ich die Fotofunktion startete. Schade, aber wenigstens habe ich kaum Spielfortschritt verloren.
Fotos!
Überhaupt, *No Man‘s Sky* ist das erste Spiel, bei dem ich die Fotofunktion regelmäßig nutze und nicht nur einfach Screenshots anfertige. Es gibt einfach so viele coole Dinge zu entdecken und festzuhalten.
Ich fand ja vor einigen Jahren Octopath Traveler schon wunderschön. So schön, dass ich neben der Limited Edition Box das Spiel auch digital gekauft habe.
Tja, Octopath Traveler 2 kam dieses Jahr zwar ohne eine Sonderedition, sieht dafür aber genauso schön aus. Auch die Stories der einzelnen Reisenden sind wieder sehr gut geschrieben. Drei der Traveler muss ich noch in mein Team aufnehmen, aber ich glaube nicht, dass mich deren Geschichten enttäuschen können.