Ich mag Metal und ich mag kleine lauschige Clubs wie das Helvete in Oberhausen. Der Saal im Keller hat eine eigene Bar und eine gute Akustik. Die Bühne hat eine angenehme Größe und ganz brauchbare Lightshow. Mir gefällt es da jedesmal wieder, vor allem wenn kleinere lokale Band die Hütte abreißen.
Gray
Den Anfang des Abends machten die Dinslakener Gray, die seit 2021 durch den Untergrund moshen. Einen sehr angenehmen Mix aus Hardcore und Death gab es auf die Ohren, sehr motiviert dargeboten. Passenderweise lag die Debüt EP (selbstgebrannt und mit signiertem Booklet) am Merch-Stand. Toller Opener!
Mechanical Bloodlines
Mechanical Bloodlines hatte ich bereits letztes Jahr im Helvete gesehen. Was soll ich sagen, die Show war wieder absolut geil. Die Songs knallen ordentlich und der Wechselgesang sorgt für zusätzliche Gänsehaut. Einziger Kritikpunkt meinerseits: Aktuell gibt es die Mucke nur im Streaming. Für Sammler wie mich fehlt noch eine Veröffentlichung auf CD oder wenigstens Bandcamp.
Scream Baby Scream
Kommen wir zum Headliner: Scream Baby Scream aus Italien. Seit 2010 aktiv, aber mir überhaupt kein Begriff. War die Show überzeugend? Ja, auf jeden Fall. Viel Spielfreude und das Konzept Horror Metal ging voll auf. Spätestens beim Song ‚Tanz Schlampe‘ ging der Laden steil. Ein toller Headliner!
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, allenthalben werden Jahresrückblicke getextet. Warum also nicht auch hier? Vor allem, da man ja kaum noch etwas selber machen muss. Bandcamp zum Beispiel überraschte mich diese Woche mit einer kleinen Jahreszusammenfassung zu meinem 2025 auf der Platform. Was da zusammen kommt! Aber was hat mich dieses Jahr denn am meisten beeindruckt? Gucken wir mal!
Igorrr-Amen
Mein erstes Album der Franzosen. Ich bin durch eine kleine Youtube-Dokumentation zur Entstehung des Albums auf sie gestoßen. Was für ein grandioses organisiertes musikalisches Chaos. Ganz großes Kino!
Hier ist übrigens die sehr sehenswerte Dokumentation.
Amorphis-Borderland
Ich bin seit der The Beginning of Times Fan der Band. Da war es klar, dass ich auch die neue Scheibe haben musste. Wie immer ein gutes Album, wenn auch leicht schlechter als das Vorgängerwerk. Aber hier wird auf hohem Niveau gemeckert. Die Scheibe ist klasse.
Nite-Cult Of The Serpent Sun
Das dritte Album dieser Bay Area Combo musste ich einfach haben, nachdem ich das Video zur Single Crow (Fear The Night) hörte. Cooles Video, geniale Stimme.
Nokk-Heartless
Mit dieser Scheibe habe ich meine Review-Durststrecke bei Bleeding4Metal beendet. Seit Jahren hatte ich dort nichts mehr beigesteuert, Heartless packte mich aber so, dass ich darüber schreiben musste.
Rage-Live At Metalacker 2024
Dieses Live-Album ist leider nur in der großen Box zum 2025er Album A New World Rising enthalten. Das ist schade, denn der Auftritt mit dem Lingua Mortis Orchester wurde wunderbar eingefangen und die Setlist ist über jeden Zweifel erhaben. Meine Faves vom Album XIII sind alle dabei!
Primordial-Live In New York City
Beeindruckendes Live-Album der Iren, erfreulicherweise mit einem sehr rohen und unbearbeiteten Sound. Erinnert mich an den Mitschnitt vom Rock Hard Festival, der vor Jahren mal dem Magazin beilag.
Kanonenfieber-Live In Oberhausen
Live In Oberhausen hätte ich wirklich gerne live erlebt, aber die Show war schneller ausverkauft, als ich ein Ticket erstehen konnte. Schade, denn wenn man sich die Scheibe anhört, merkt man, dass Kanonenfieber an diesem Abend in Bestform unterwegs waren. Für die nächste Tour habe ich vorgesorgt, die Karte habe ich mir gesichert!
Hæresis-Si Vis Pacem Para Bellum
Die Berliner Haeresis wurden mir im Fediverse empfohlen. Ich bin sehr froh darüber, dieser Empfehlung gefolgt zu sein, denn der atmosphärische Black Metal der Truppe geht echt unter die Haut. Starkes Album!
Atlantic-Timeworn
Erst letze Woche entdeckt, auch über das Fediverse, und direkt ins Herz geschlossen. Dieses Gänsehautalbum läuft bei mir aktuell in Dauerrotation. Ruhige Atmosphäre, Blastbeats und Gekreische, Meeres- und Wellenrauschen: eine geniale irische Mischung. Auch das Vorgängeralbum lohnt sich. Das Demo ist allerdings, wegen des mageren Sounds, nicht so meins.